Dienstag, Juli 31, 2007

Start zur City-Visionquest

Visionssuche in der Stadt, City-Visionquest

Eine spannendeZeit mit vielen Gesprächen über den Sinn einer Visionssuche und im Besonderen einer City-Visionquest liegt hinter uns und natürlich auch noch vor uns.

Viel Abwartung liegt in der Luft. Wird sie stattfinden, werden sich interessierte Menschen finden, die den Mut haben, mitzumachen?
Ist dieses Konzept gangbar oder lehnt sich da wer zu weit aus dem Fenster?

Die Hähme warten auch schon.
Gut so.
Ich werde weiter berichten und sie liebe Leserinn, lieber Leser sitzten fußfrei in der ersten Reihe bei einem Abenteuer unserer Zeit. Als Zuseher, wie gewohnt.
Warum nicht Täter werden statt Opfer zu sein?

Auf meinem Blog über die City-Visionquest hab ich einen Artikel gestellt, den sie hier nachfolgend lesen können.

Heute, am 31.7.07 starten wir mit den Vorgesprächen zur 1. Vienna City-Visionquest.

In den Vorgesprächen wollen wir mit den Teilnehmern und Innen ihre Absicht klären, diese Gespräche finden einzeln statt.

Was ist der Grund für die Visionquest und warum wählen sie diese Form?
Das klären der Absicht ist eine wesentliche Voraussetzung für diese Arbeit.
Im kulturellen Kontext der Stammesgesellschaften war die Absicht völlig klar und durch die Regeln der Stammesgesellschaft vorgegeben.

Für den modernen Mensch unserer Zeit gibt es diesen Kontext nicht mehr. Die Gründe für eine Visionquest sind vielfältiger Natur und, was besonders wichtig ist, diese Gründe sind noch keine Absicht!

Viele Menschen sind auf der Suche nach etwas, von dem sie selber nicht wissen, was es ist.
Durch die Überfülle der Angebote und die gleichzeitige Anonymität entsteht ein Vakuum, ein sinnentleerter Raum um uns herum.
Es gibt tausende Gründe, dieses Vakuum zu füllen, aber die Absicht füllt kein Vakuum.

Die Absicht ist ein energetischer Prozess, der unsere Kräfte bündelt und fokusiert.
Mit dieser gebündelten Aufmerksamkeit, der Absicht, gehen wir in die Visionquest.

Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerinn bekommt eine auf die Person zugeschnittene Aufgabe, die es ermöglichen soll, die erhöhte Aufmerksamkeit während der Visionquest aufrecht zu erhalten.

So schaut es aus:

Ich bin sehr froh, das wir beginnen können und damit gleichsam einen Weg ebnen, die alten Rituale auch für den Raum um uns herum, in der Stadt, lebendig zu machen.

Sie können noch einsteigen.
Worauf warten sie?

Die Freiheit ist wie ein Vogel, der sich auf unsere Schulter setzt, kurz verweilt, um dann weiterzufliegen.

Kommte er zurück?

Die City-Visionquest ist eine solche Gelegenheit, beim allererstenmal dabei zu sein!

Tun sie es!

Dienstag, Juli 24, 2007

Was ist ein Blog wert?

Haben sie soetwas schon einmal gesehen?
Ich nicht.
Was ist der finanzielle Wert eines Blogs?
Ich muß wohl noch viel tiefer in die Blogsphäre eintauchen, um das zu verstehen.
Viel Spaß beim herausfinden, was ein Blog wert ist.


My blog is worth $6,209.94.
How much is your blog worth?

Donnerstag, Juli 12, 2007

Die Engel da unten...

Anbei eine Leseprobe, die ich ihnen nur empfehlen kann!


"Leseprobe

Kapitel 11: ONKEL KANN MEINE GEDANKEN LESEN
Als ich neun und mein Cousin zehn war, bat uns unser Onkel, der Bruder unserer Mütter, zu einem kleinen Experiment. Das Großmutterhaus schien leer, und es war still. Eine ehemalige Türöffnung durch die dicke Wand zum Nachbarhaus war bereits zugemauert, und die so entstandene Nische diente jetzt als Wandschrank. In der Wohnstube stand jenes alte Sofa, dessen speckigen Stoff man wohl mit einer Decke und einigen Polsterkissen verbarg. Davor stand ein Tisch, rundherum einfache Stühle, und es waren noch der Herd und ein Geschirrschrank im Zimmer.
Der Fernseher war gewiss noch nicht da. Es war die Zeit, in der sich die große Familie abends zuweilen noch zusammenfand, um zu essen und zu schwätzen und Rommé zu spielen.
Es war vormittags, und wir waren zu dritt. Onkel nahm am Kopfende des Tisches Platz, und wir Jungen saßen zu seiner Linken mit ausgestreckten Beinen in der Falte der Couch. Er hatte einen Stapel Karten vor sich und bat uns, er wolle uns einzelne Karten zeigen, ohne sie selbst anzusehen, und wir beide sollten an die Farbe der Karte denken. Er könne unsere Gedanken lesen und würde die Farbe dann sagen.
Wir mischten den Stapel. Onkel legte sie verdeckt vor sich auf den Tisch. Dann hielt er sich mit einer Hand die Augen zu und hob die oberste Karte seitlich ab, sodass nur wir sie sehen konnten.
Fleißig dachte ich an die Farbe. Auch mein Cousin schien damit beschäftigt zu sein. Onkel legte die Karte unter den Stapel und verdeckte nun sein ganzes Gesicht mit beiden Händen, während wir emsig dachten und dachten… Dann sagte er die Farbe. Sie stimmte.
Noch einmal! Eine Karte hochgehoben. Ob er sie auch nicht sehen kann? Er legt sie weg. Wir denken die Farbe. Er konzentriert sich in der Stille des Raumes und sagt uns die Farbe. – Richtig!
Wir sind verblüfft. „Du hast irgendeinen Trick!“ vermuten wir. Er beharrt darauf: „Nein, kein Trick, ich lese eure Gedanken.“ – „Das geht gar nicht!“ sträuben wir uns. „Mach wieder!“
Das Spiel wiederholt sich noch einige Male, jedesmal sagt er uns die Farbe korrekt an.
Mir wird’s zu bunt. Ich warte gespannt auf die nächste Karte, ‚Ich lege dich rein.’ denke ich. Er hebt hoch, ich denke die falsche Farbe, „rot“ statt „schwarz“, ganz intensiv. Es dauert. Dann nimmt Onkel die Hand von den Augen, schaut uns an und sagt: „Einer von euch denkt jetzt falsch!“
Fortan machte ich mich nach Möglichkeit aus dem Staub, wenn Onkel auftauchte, denn ich konnte ja nicht nichts denken…
Ganz ähnlich ist die Geschichte vom Prachtspierstrauch. Welch ein Wort! Ein Prachtspierstrauch! Da genügt ein warmer Samstag im Frühling, stumme Muße mit meiner kleinen fünfjährigen Nichte Helena, und es summen nicht nur die neugeschlüpften Insekten um uns, während wir in der Stille ihr Kinderrädchen reparieren. Es kann auch geschehen, dass dieses Wort in meinem Kopf herumschwirrt, mich immer tiefer in die Hantierungen am Fahrrad versenkt, Prachtspierstrauch…, Prachtspierstrauch…, bis nur noch das plosive „P“ und vor allem die vielen zischenden und fauchenden „sch“ und „ch“ übrig bleiben. Plötzlich schaut mich Helena an und fragt: „Was ist denn das: ‚pchtschpchschtch’?“
Nun. Ich wusste es. Es war unsere gemeinsame innige Versenkung in die Stille dieses Wortklangs. Ich brauche nicht zu versichern, dass ich das Wort vorher nicht ausgesprochen hatte und dass Helena weit davon entfernt war zu wissen, was ein Prachtspierstrauch ist."

Die Engel da unten...

Mittwoch, Juli 11, 2007

Manchmal geht Nichts

Ich wollte wieder einmal auf den Schneeberg wandern, aber das Wetter wollte nicht.
Und wie so oft ist es ein Gleichnis und daraus wurde folgendes:

Manchmal geht Nichts

Manchmal
Geht Nichts
Alle Liebe versinkt im Nebel
Alle Wege verschwinden
Alle Sicherheiten lösen sich auf

Ziehende Winde
Stoßen dich herum
Der Regen
Löst dich langsam auf

Keine Träume
Werden mehr erinnert
Keine Fragen
Beantwortet

Und doch
Scheint hinter dem Nebel
Die Sonne
Ist alles klar
Und leicht
Erreichbar

Manchmal
Muß ich einfach
Warten
Bis sich der Nebel
verzieht