Dienstag, Jänner 30, 2007

Feuer

Ein Nachtrag, wenn auch ein sehr langer zum Thema Osten.
Mein langjähriger Lehrer und Mentor Arnold Keyserling schreibt folgendes zu diesem Thema:

"Urmacht der Eins - Feuer

Ich bin der Ursprung alles Wesenden und Seienden. Hättest du nicht teil an mir, könntest du weder leben noch wirken.

Ich vereine Licht und Kraft. Aus der Kraft schöpfe ich meine Einzigkeit, aus dem Licht stehe ich zu allen in Beziehung. Das Feuer der Liebe ist auch der Ursprung alles Neuen. Verachte nie ein Feuer, wenn du es siehst. Denn solange es brennt – auchs wenn du es selbst entfacht hast – ist ein Wesen bei dir.

Deinem eigenen Wesen kann Feuer nie schaden. Dein Sinneskörper, mit dem du hier auf der neuen Erde bist, ist Feuer, ob es nun Totes verbrennt oder Leben schafft.

Das Feuer ist der Urgrund der liebenden Vereinigung. Die beiden ungreifbaren Mächte Urlicht und Urkraft, Wirkgrund von Mann und Frau, bleiben deine Helfer durch das ganze Dasein. Du lebst nur durch ihre Liebe. Sie erzeugen dich ohne Unterlaß. In der liebenden Vereinigung mit anderen Körpern bricht das Feuer durch und verbrennt alle Schlacken. Selbst die kleine Seligkeit ist Tod zur Erneuerung. Die große Seligkeit ist Einstimmung in die Wellen des Verzehrens. Verzehren und verzehrt werden ist höchste Lust. Es ist der Prozeß der Verwandlung, der euch zu höherer Einheit zusammenfügt. Darum ist Feuer die große Heilung, die aus Kraft und Licht Worte schafft. Die Wurzel des Feuers ist dunkel, doch die Flamme strebt immer empor; sie kann nicht anders. So strebt auch die Liebe immer empor; sie kann nur fördern. So ist deine Grundstimmung niemals falsch und traurig. Wenn du das Große Werk beginnst, dann verläßt dich das Feuer nicht. Wer nicht in Inbrunst, im Brennen lebt – Brennen der Liebe und Brennen der Begeisterung – kann weder leuchten noch strahlen. Das Strahlen allein läßt ihn anderen wirklich nützlich sein, sie auf ihrem Weg zu erleuchten.

Alle Angst kommt vom Verbergen der Flamme, weil du dann glaubst, du seiest eine Schlacke oder eine Zwischenstufe. Hinunter mußt du zu ihr, denn nur sie ist fähig zu strahlen, Licht zu schaffen.

Erleuchtung bedeutet, seine Leere zu realisieren. Denn das Schwarze ist der Ursprung des Feuers. Feuer ist in der Erde, Feuer ist in der Sonne. Sonnenfeuer und Erdenfeuer vereint schaffen die Wesen.

So wirkt Urlicht über die Sonne, strahlt ohne Ansehen der Person, und Urkraft faßt aus dem Licht genau soviel wie sein Schwarz aufnehmen kann. Erst dann beginnt die Spezifizierung, die Vereinzelung in Farben und Stoffe. So reicht auch das Sehen in alle Welten. Es gibt keine Ecke, um die du nicht schauen kannst. Das Licht hält alles zusammen, doch die Wesen stehen einander als unterscheidbare Qualität gegenüber. Achte ihre Qualität, damit dein Feuer durchscheint. Wer im Feuer ist, braucht keine Hilfsmittel, um andere zu erfreuen: Freude ist Teilhabe am Feuer. Alle Lust ist wesensverwandt. Aber das Feuer im Bewußtsein ist ein Funke hinter der Macht. Zu entfachen ist dieser dann, wenn er das Wesen zum Werkzeug läutert, wenn er das Mineral als sein eigen erkennt und den Stein der Weisen in sich findet, der der Ursprung des ewigen Lebens ist."

Nachzulesen :Schule des Rades




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Montag, Jänner 29, 2007

Das Rad

Wie ich schon mal bemerkte, ist es für mich unabdingbar, ein persönliches Muster zu haben, an dem entlang ich Träume deuten kann.
Was ist so ein Muster?

Für mich persönlich ist es Das Rad. Nicht das Fahrrad, sondern das Rad als eine ganzheitliche Beschreibung der Welt. Natürlich nur eine der möglichen Beschreibungen. Die Grundlage des Rades ist, ähnlich dem indianischen Schamanismus, die Raumrichtung.

Wenn sie sich das Rad einmal anschauen wollen, dann folgen sie dem Link zur Schule des Rades.

Sich orientieren heißt nichts anderes als sich nach dem Orient auszurichten, dh. nach Osten, Sonnenaufgang. Dort fängt alles an. In jedem Augenblick, also auch JETZT geht der Himmel im Osten auf. Dieser kosmische Hintergrund ist ständig Neu, wiederholt sich niemals, da dahinter die Unendlichkeit des Universums liegt.

Aus dieser einfachen physikalischen Tatsache begründet sich die Qualität der Richtung.
Osten: Erneuerung, Offenbarung, ständig neuer Anfang. Es gibt zu jeder Sekund, immer, die Möglichkeit neu anzufangen. Nichts, aber auch wirklich nichts kann diese Tatsache leugnen.

Zu diesen fast schon physikalischen Tatsachen gesellen sich dann natürlich menschliche Erfahrungswerte, mythische Symbole etc. Die je nach religiöser Ansicht ihre Ausprägung findet.

So ist in unserem Kulturraum der Osten mit dem Feuer verbunden, Prometheus oder indianisch Tattewarie, der Geist des Feuers.

So wird die Raumrichtung aus der etwas auf sie zukommt oder in die etwas verschwindet ein Teil der Deutung, wenn nicht gar ein sehr wesentlicher.
Die zugehörige Zahl ist klarerweise die 1. Am Anfang war das Feuer, der Urknall das explodieren ins Sein.

Für mich sind die Richtungen einfache Grundgesetze der Orientierung, die im lebendigen Alltag spürbar sind. Ich habe zu den Richtungen Gedichte geschrieben, einfach weil Gedichte die Emotionen besser transportieren können.

Osten

Ein Mädchen
im weißen Kleid
tanzt
auf einem Lavasee
lachend
jongliert sie drei goldene Kugeln
und ruft mir zu
komm
komm tanz mit mir
auf dem Feuer

Im Morgengrauen
legen wir den Teppich
aus glühenden Kohlen
ich gehe darüber
wie auf Moos
und lache ihr zu

Tattewarie und Prometheus
und die Schaar der alten Schmiede
stehen
und schlagen die Trommeln
Der erste Sonnenstrahl
wie ein Blitz
zeigt
den ewig neuen Anfang

Alles beginnt ständig neu
NIE
hat es je einen Augenblick gegeben
in dem nicht neuer Anfang war
und
mit erhobenen Armen
rufe ich der Erleuchtung zu
komm doch
wenn du mich haben willst.

Für jede der 8 Richtungen und 2x die Mitte gibt es solche Gedichte, die ich auf diesen Blog stellen werde, dazu die Erklärungen der Bedeutung.
Das ist der Einstieg in eine mögliche lebendige Traumdeutung.

Bis bald

Donnerstag, Jänner 25, 2007

Workingathome

Sorry!

Schon wieder mal wechsle ich zu einem anderen thema, so bekommen sie ungewollt auch etwas von meinem Leben mit.

Zur Finanzierung meines Kunstprojektes Exformation
betreibe ich seit ein paar Monaten ein kleines Internetgeschäft. Dafür hab ich gerade in sehr viel Arbeit eine neue Webseite erstellt. Darüber berichte ich nun.

Die Traumarbeit geht bald weiter

Es hat jetzt doch etwas länger gedauert, aber ich habe doch tatsächlich 14 Tage gebraucht, um meine neue Webseite zu gestalten. Die erste Konzeption war ja ganz einfach, aber dann bin ich schnell drauf gekommen, dass es nur Sinn macht, wenn ich alles das auf der Seite habe, was auch dazugehört.

Und so sind es jetzt 35 Seiten geworden. ich weiß nicht, ob sie schon mal probiert haben, eine Seite zu gestalten, aber es ist ein interessanter Prozess gewesen. Was heißt da gewesen! Er hält natürlich immer noch an.

Ich hoffe, sie ist gelungen!

Schauen sie mal auf working at home

Auf der Seite sind jetzt alle Bereiche zu finden, mit denen ich mich momentan beschäftige.
Angefangen vom Multilevel Marketing, über Affiliates, E-books bis zuBlogs und Domains.
Tatsächlich habe ich in der letzten Zeit sehr viele Angebote getestet und ausgewählt, bis diese momentane Sammlung zustande kam.

Jetzt habe ich begonnen diese Seite zu bewerben. Ganz konventionell bei Google und Yahoo.
Bei beiden mit kleinen Budget und unter genauer Kontrolle durch das Google Tool "Analytics".

Das sollten sie auf jeden Fall auch tun, falls sie mit einer Internetseite arbeiten.
Dazu habe ich auf der Seite Google Adsense eingerichtet, um genau verfolgen zu können, wie mein Angebot ankommt.

Ich bin sehr gespannt, ob mein Konzept überhaupt anklang findet, oder ob ich von völlig falschen Voraussetzungen ausgegangen bin.

Wir werden sehen!

Freitag, Jänner 12, 2007

Nachtrag

Jetzt hab ich doch glatt einen Link vergessen, der auch viel über Traumdeutung zu berichten hat.
Empfehlenswert!
Zurück zu den Träumen

Na ja , manchmal komme ich mir schon ein bischen daneben vor ohne Traumdatenbank, wie ein Fußgänger , der mal ein Stück neben der Autobahn laufen muss.

Aber es ist wie in den Träumen auch, schneller heißt nicht unbedingt weiter und zu Fuß ist doch eines klar, sie sind mit ihrer eigenen Energie unterwegs und nicht mit geborgter.

Übrigend fällt mir gerade eine Seite ein, die sie unbedingt einmal besuchen sollte, wenn sie etwas über die hohe Schule des Träumens erfahren wollen.
Werner Zurfluh

Es gibt wohl wenige, die so weit in den Traum vorgedrungen sind. Castaneda mal ausgenommen.
Träumen nicht nur als inneren psychologischen Prozess zu sehen, sondern als eine Begegnung mit einer anderen Welt, erweitert das Verständnis des Traumgeschehens ungemein.

Auch da sind wir noch in der Vorbereitung der Deutung. Die Gretchenfrage der Traumdeutung sozusagen. Wie halten sie es mit den anderen Welten, dem Ausstieg aus dem Körper im Traum, dem Begegnen von Realen Figuren im Traum usw.?

Kann ein Traumlehrer, hier ist natürlich eine Traumfigur gemeint und kein Esoteriker, über mehr Wissen verfügen als der Träumer?

Sind sie für die Handlungen, die sie im Traum begehen, verantwortlich?

Wer ist eigentlich der Träumer, die Träumerinn, wer in mir träumt?
Das Konzept der Exformation ist da mit einer ähnlichen Fragestellung behaftet, wer in mir exformiert denn da eigentlich!

Mein Lehrer,Arnold Keyserling, antwortete auf Träume die ihm Leute offerierten mit einem grunzenden"ja, schöner Traum".

Was soll man auch mehr sagen, erst wenn jemand Augen hinter den Augen hat, wenn jemanden die Fragestellung existentiell wird, ist es Zeit, den Traum zu bearbeiten.

Also, mein erster Tipp, wenn ihnen jemand einen Traum nur erzählt, ohne nach einer Hilfestellung explizite zu fragen, dann zuhören mit echter Anteilnahme und Bestätigung, aber keine Deutungsversuche unternehmen.

Ohne Frage keine Antwort.

Jetzt geb ich auch schon Tipps ab, obwohl ich keine Ahnung habe, wer und ob gelesen wird, aber der Prozess des Schreibens ist ein klärender.

Bis bald.


Dienstag, Jänner 09, 2007

Ein Link in eigener Sache

Neben meiner künstlerischen Tätigkeit und ein paar anderen Internethobbys, veranstalte ich 2 x im Jahr eine Visionssuche auf Kreta in der Nähe von Paleochora.
Falls sie mal dort waren, es gibt eine kleine, sehr schöne Schlucht die hinaufführt nach Anidri.

Dort, bei unserem Freund Mario, werden wir unser Basiscamp errichten.

Durch meine Initiation in den Schamanismus ist es mir ein großes Anliegen, den Menschen unserer Zeit ein ganzheitliches Weltbild zu vermitteln. Einen Neuen Weg für sich zu finden, sich einem größeren Zusammenhang zu öffnen, das ist für mich der Ansatz zur Visionssuche.

Klären der inneren Bilder und eine Zeit lang mit sich Selbst ALL-eins zu sein.

HIER.ist der Link dazu(910KB pdf)

Ich hoffe sehr, ich habe mir mit dieser Eigenwerbung nicht die kleine Schaar der Leser und Leserinnen vertrieben.

Demnächst mehr zum Traum-Thema

Montag, Jänner 08, 2007

Traumprozesse

Ja, natürlich, der Traum ist kein losgelöstes Ereignis, sondern prozesshaft in dein ganzes Leben integriert, mehr noch in das der gesamten Gesellschaft in der wir leben und so ist die Traumdeutung auch nur vor diesem Hintergrund möglich.

Der Traum ist ein Teil der Ganzheit deines Selbst.

Wenn du die Ganzheit deines Selbst anstrebst, auch in deinem jetzigen Körper, dann bleibt vom gegenwärtigen Ich kein Stein auf dem Anderen.
Es wird ein Prozess der Veränderung, der Bewusstwerdung in Gang gesetzt, der wirkliche Deutung erst möglich macht.

Eine mögliche Schwierigkeit der Traumarbeit liegt genau darin. Das Ich"weiß", das es sich verändern wird und hat Angst davor, obwohl diese Veränderung ein Wachstum ist.

So wie in der oft zitierten schamanischen Zerstückelung "zerfällt" das Ich in seine Bestandteile und wir können sie uns anschauen.

Der Traum zeigt uns oft Bruchstücke unseres Selbst, die es zu integrieren oder abzustoßen gilt.

Das ist auch ein Teil unserer eigenen Geschichte, ein sich anpirschen ganz im Sinne Castanedas, an unsere Träume, den Traumkörper und die Ganzheit des Selbst.

Wenn wir am Traum arbeiten, dann wird das Bewusstsein gleichsam gehoben
und muss sich verändern, das Ich muss sich verändern.
Und das erste, was uns da begegnet ist Angst, die Angst davor in Stücke zu zerfallen.

Ich glaube zutiefst daran, dass unsere Träume ein ganzheitliches Abbild unseres Lebensprozesses sind und demzufolge Traumdeutung auch nur ein ganzheitlicher Prozess sein kann.

Automatisierte Traumdeutung aus der Datenbank befriedigt nur eine momentane Unsicherheit und lässt den Fragenden in der Bedeutungslosigkeit zurück.

Wenn sie einen Traum nicht deuten können, dann schreiben sie ihn sich auf, denken sie darüber nach, versuchen sie assoziativ zu sein, mit Freunden oder Freundinnen darüber reden und vor allem mit einer gewissen liebevollen Neugier an den Traum zu denken.
Sie denken dabei an einen Teil ihrer Selbst, der sich zu erkennen geben will.

Lassen sie sich Zeit!